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Newsletter – Mai 2017

Studio Swine bedeutet Super Wide Interdisciplinary New Explorers. Das ist Credo und Name der kreativen Zusammenarbeit der japanischen Architektin Azusa Murakami und des britischen Künstlers Alexander Groves. Das Duo mit Sitz in London konzentriert sich auf raumübergreifende Themen und beschäftigt sich mit zukunftsorientierten Ressourcen für eine globale Welt. Bei der diesjährigen Inszenierung für COS hat Studio Swine eine Skulptur von halbtransparenten, immer wieder neu entstehenden und zerplatzenden Blasen geschaffen, eine alle Sinne ansprechende, poetische Installation namens «new spring». Dieses Erlebnis im dunklen Saal eines ehemaligen Kinos aus den 30-er Jahren verzauberte die Besucher und wirkte wie eine atmosphärische Auszeit vom hektischen Alltag.

cosstores.comstudioswine.com

Tom Dixon @ Cinema Manzoni

Auch Tom Dixon hat für die Präsentation seiner Neuheiten ein altes Kino gewählt. Das ehemalige Multiplex Teatro Manzoni bot mit seinen weitläufigen Räumen die ideale Plattform für seine vielfältige und reichhaltige Kollektion. Vieles hat man bereits in anderen Varianten gesehen, neu ist die Zusammenarbeit mit Sonos, Mabea und IKEA, deren zum Teil sehr spezielle Prototypen in ungewohnten Materialzusammenstellungen in der Galerie des Kinos zu besichtigen waren. Wie bereits beim Salone 2016 in der Rotonda della Besana mit «The Restaurant» für Caesarstone gab es auch dieses Jahr Snacks in kreativer Form. Im Foyer des Kinos wurden Popcorn der Extraklasse und Gelati in handgemachten Keramik-Cornets angeboten. Als besonderes kulinarisches Highlight hat Tom Dixon eine Auswahl an natürlichen Parfums von Antonella Bondi für die gehobene Küche vorgestellt.

tomdixon.netantonellabondi.com

Cassina@Fondazione Feltrinelli

Cassina feierte mit einer Inszenierung von Patricia Urquiola 90 Jahre Firmenjubiläum in der neuen Fondazione Giangiacomo Feltrinelli von Herzog & de Meuron. Auf zwei Geschossen wurden Neuheiten in einem völlig andersartigen Kontext gezeigt. Ein bisschen erinnerte es an die 60-er Jahre – man glaubt an die Zukunft, alles ist möglich. Cassina wollte mit dieser spielerischen und experimentellen Ausstellung ein Band vom Gestern zum Morgen knüpfen. Sehr futuristisch mutete auch der «Réfuge Tonneau» von Charlotte Perriand und Pierre Jeanneret an, welcher 1938 entworfen und von Cassina perfekt rekonstruiert wurde. Die Ausstellung verwies auf die kulturellen Elemente der modernen Architektur und zeigte gleichzeitig mit einer Sitzgruppenlandschaft der «Soft Props» Sofas von Konstantin Grcic im eindrucksvollen Leseraum unter dem hohen Dach Tendenzen für eine multifunktionale Zukunft auf.

cassina.comfondazionefeltrinelli.itpatriciaurquiola.com

Die Zona Ventura Lambrate hat sich von einem Satelliten zu einem multifunktionalen und multikulturellen Hotspot entwickelt. Über 100'000 Besucher haben die Objekte der 126 Aussteller besichtigt. Bei «everything is connected» zeigten 30 aufstrebende norwegische Designer ihre Arbeiten. Neu und innovativ präsentierte sich das Projekt «Ventura Centrale», wo in eindrücklicher Kulisse Lee Broom seine Time Machine laufen liess. Im Freien boten Food Trucks allerlei köstliche Spezialitäten an, die Szenerie wirkte auf uns wie ein Open Air Anlass – zwar ohne Zelte, aber mit lauter Musik und Entspannung pur. Als Highlight entpuppte sich das IKEA Festival. Dort wurden in einer grossen Halle stimmungsvolle Wohnszenarien vorgestellt, welche aufzeigten, dass auch mit kostengünstigen Varianten stylisch gewohnt werden kann. Sehr gefallen hat uns der Film über minimale Einrichtungen mit minimale Mitteln und minimalem Aufwand. Leicht konnte man sich von Stimmungen und gekonnt inszenierten Welten verführen lassen. Die Frage nach Nachhaltigkeit und Zukunft stellt sich wohl erst nach Ende der Ausstellung.

leebroom.comikea.com

Was früher notwendig war, ist heute Trend. Laufen feierte 125 Jahre mit Stil und Klasse, gekonnt vom Studio Achermann in Szene gesetzt. Im Film wirkte die Herstellung der keramischen Produkten von hoher Ästhetik und Sensibilität, mit schmutzigen Handabdrücken auf dem dunklen T-Shirt und einer verfremdeten Darstellung von aufgetürmten Waschbecken. Die fliessenden Formen, die Verwandlung von Tonerde zu Keramik war Konzept der Ausstellung «Milestones», wo namhafte Künstler und Designer ihre teils reduzierten, teils sehr spielerischen Skulpturen zeigten. Themen wie Reinigung ( Studio Achermann ), Offenheit ( Alfredo Häberli ) bis zur Swissness in Form einer etwas unregelmässigen Toblerone von Peter Wirz liessen viel Raum für Betrachtung und Gespräche. Die Wechselausstellung wird noch bis Dezember an verschiedenen Designmessen der Welt gezeigt.

laufen.comstudioachermann.ch

Casa Gifu II by Atelier Oï

Wie immer überzeugen die Arbeiten von Aurel Aebi, Armand Louis und Patrick Reymond mit Poesie und Finesse. Bereits beim Eingang durch die Bambusspaliere beruhigte sich der Atem, Ruhe und ein Gefühl der Einkehr stellten sich ein. Es war eine fremdartige, stille, heitere und faszinierende Welt, die Atelier Oï hier geschaffen hat. Die Mobiles von Minoshi Garden, eine Zusammenarbeit mit Thomas Merlo & Partner, verweisen auf das japanische Handwerk des Paper-Making, welches bereits bei «neue räume 15» gezeigt wurde. Wie grosse Jojos wirkten die filigranen, gefalteten «Eoles» wo jeder Besucher stehen blieb, schaute und innehielt, um dann die grossen Schirme selber tanzen zu lassen. Bescheiden präsentiert und überzeugend gestaltet waren auch die Schaukästen mit den handgeschmiedeten japanischen Messern. Mit seiner scheinbaren Leichtigkeit macht das Atelier Oï einen nachhaltigen Eindruck. Wir freuen uns auf ihre nächste Installation bei «neue räume 17».

atelier-oi.chthomasmerlopartner.chcity.seki.lg.jp

Bei der Ausstellung von ECAL auf dem Messegelände ging es um die Zukunft der Wurst, kreativ inszeniert und farbenfroh gestaltet. Carolien Niebling zeigte, was die Wurst alles kann, wie sie verfremdet wird, in Scheiben geschnitten, aufgefächert und in anderem Kontext präsentiert. Neben allen traditionellen Ausstellern und den trendigen Inszenierungen wirkte diese ungewöhliche Idee wie ein frischer Wind. Sie verleitete zum Schmunzeln, erzeugte absolutes Unverständnis, sorgte für Gesprächsstoff, nur kalt liess sie keinen. Für alle, welche diese Inszenierung nicht vor Ort gesehen haben, wird in Kürze ein Buch darüber erscheinen.

ecal.chcarolienniebling.com

Mailand ist die Stadt der kulinarischen Genüsse. Neben der klassischen lombardischen Küche entsteht eine neuartige, moderne Fusion Cuisine. Traditionelle Einkaufsparadiese wie Peck in der Via Spadari werden von Princi Bakery und EATaly verdrängt. Eine Osteria, welche nie umgebaut wurde und wo man noch wie früher kocht, ist die Bettola di Piero an der Via Orti. Dunkle Wandvertäfelungen und rotweiss karierte Tischdecken prägen den Innenraum, es ist gemütlich. Man beginnt mit Salumi und frittierten Gnocchi, zu empfehlen ist die hausgemachte Pasta mit Steinpilzen oder ein traditionelles milanesiches Gericht namens Rustìn Negà. Besonders gefällt es uns auch in der Trattoria Masuelli San Marco, wo eine gehobene piemontesische Küche gepflegt wird. Der Sohn kocht, der Vater verliest das Menu. Cervello fritto, Agnolotti al Ragu di Fassona, Guanciale oder Trippa sind nur ein Auszug aus der sorgfältig zusammengestellten Karte. Ein Must ist das «Bruciato di Max» zur Nachspeise, eine Art Crema Catalana, welche nach dem Koch benannt ist. Un Saluto e Cin Cin! Moderner geht es dagegen im Ratanà zu, welches sehr stilvoll in einem freistehenden Palazzo mitten im Neubaugebiet liegt. Die Küche ist leicht und modern, ohne dabei die Mailänder Wurzeln zu verleugnen.

bettola di piero +39 02 5518 4947 | masuellitrattoria.comratana.it

Milano ist auch die Stadt der Mode, wo Trends gemacht und Statements gesetzt werden. Wir empfehlen Euch, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden und dieses Mal die Läden auch mit einem architektonischen Auge zu betrachten. Faszinierend ist der Innenausbau von Valentino an der Via Montenapoleone mitten im Modeviertel. David Chipperfield hat es geschafft, den opulenten Luxus auf eine zurückhaltende Eleganz zu reduzieren, wo die einzeln ausgestellten Kleidungsstücke wie Kunstwerke präsentiert werden. Der Kulttempel von Aesop an der Via Meravigli erinnert in Ausgestaltung und Farbe an eine altmodische Apotheke. Verantwortlich für die Innenarchitektur ist das DIMORESTUDIO Milano, welches bereits verschiedentlich durch innovative und zukunftsorientierte Lösungen aufgefallen ist. Und jedes Mal muss es für einen Besuch bei Aspesi an der Via Montenapoleone reichen, wo schon die avantgardistisch gestalteten Schaufenster für Aufsehen sorgen. Die Kleider sind hochwertig, die Auswahl fantastisch – hier findet sich für jeden das perfekte Outfit.

valentino.comaesop.comaspesi.com

Buon Giorno & Buona Notte Milano

Stilvoll beginnen wir den Tag mit einem Cappuccino in der Pasticceria Marchesi, welche sich neu unter der Flagge von Prada mitten in der Modemeile befindet. Der Raum, vorwiegend in Grün gehalten, ist eine spielerische Neuinterpretation des klassischen Cafés. Jedes Detail vom Tresen bis zur Verpackung wird gekonnt inszeniert. Zur Abwechslung bietet sich die altehrwürdige Pasticceria Marchesi 24 an, welche bisher glücklicherweise noch nicht dem Designboom zum Opfer gefallen ist. Mittags kann man sich mit bester Pizza im Stehen bei einer der vielen Princi-Läden verpflegen und dazu ein Glas Prosecco mitten im Getümmel trinken. Oder man begibt sich über die Dächer der Stadt und geniesst den Aperitivo bei schönster Aussicht im Ceresio 7. Es gibt eine hippe Bar, die Einrichtung ist modern, getrunken werden coole Cocktails, wenn es Platz hat auch gerne am Pool. Den Abend lassen wir gerne in der Bar Basso ausklingen, hier ist nichts modern oder trendy. Es ist einfach nur eine wunderbare Bar mit jeglicher Art von Drinks, mit guter Stimmung, freundlichen Kellnern und bunt gemischtem Publikum. Viva Italia!

pasticceriamarchesi.com.itprinci.comceresio7.combarbasso.com

Wir orientieren Euch weiterhin über News aus Design, Architektur und Möbelszene und verraten unsere Lieblingsorte zum Entspannen und Geniessen. Ebenso suchen wir nach nachhaltigen Produkten und stellen Euch Labels vor, welche mit ihrer Achtsamkeit gegenüber der Schnellebigkeit des Marktes auffallen. Wir zeigen Euch «objects of desire» und schön gestaltete Gegenstände, die aus dem Alltag nicht wegzudenken sind. Und Ihr werdet mehr über die einzelnen Designer und Aussteller von «neue räume 17» erfahren und einen Vorgeschmack auf die geplanten Sonderausstellungen und Veranstaltungen erhalten.

jr für neue räume 17