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news from neue räume – September 2019

Architektur der Einsamkeit

Natürliche Materialien und gigantische Fenster prägen die expressionistische Architektur des Strandhauses von Studio Viktor Sørless. Das Haus für einen Fan des Kinofilms «The Ghostwriter» von Roman Polanski besticht durch eine thatralische, fast unberechenbare Atmosphäre. Das durch die grossen Glasfronten einfallende Licht wird wie eine weitere Dimension angesehen, welche je nach Tageszeit die verwendeten Materialien verfremdet. An der englischen Küste befindet sich das mit Kork verkleidetete Haus des Künstlers Marcus Taylor, entworfen von der Architektin Lisa Shell. Einsam gelegen, bietet es Raum für zurückgezogene Konzentration. Absolut minimal präsentiert sich das Gebäude aus Beton und Holz von Sanden + Hodnekvam Architekten an einem norwegischen Fjord. Mit nur 47m2 ist es soo konzipiert, dass es Teil der umgebenden Lanschaft wird, inspiriert der Idee eines grossen Felsens.  Die Innenräume sind vollständig mit Holz ausgekleidet. (Credits dezeen)   

viktorsorless.com | lisashellarchitects.co.uk | sandenhodnekvam.no

Nach den minimalistischen und puristischen Strömungen mit wenige Farbe und kaum Accessoires feiert Glas ein opulentes Comeback. Unzählige Varianten und leuchtende Farben machen Leuchten und Alltagsgegenstände zum Highlight einer Wohnung. Ronan und Erwan Bouroullec haben für Wonderglass Alcova, eine Serie von zarten, handgefertigten Objekten entworfen, die in ihrer Form an die Bilder Giorgio Morandis erinnern. Mundgeblasen sind die fragilen Karaffen und Gläser von R+D.LAB, welches dafür eine Kooperation mit Monocle eingegangen ist und die farbigen Glaswaren über dessen Shops verkauft. Wie Kunstwerke muten die bunten Karaffen aus Muranoglas der Amerikanerin JJ Martin an, die ihre von Vintage inspirierten Designstücke als Audruck einer Welt voller Freude und Liebe inszeniert. Bei den Signature Labels von «neue räume 19» stellt Martine Clair ihre mundgeblasenen Unikate aus der Provence vor. (Credits wonderglass, salon magazin, martine clair)

bouroullec.com | researchanddesignlab.com| ladoublej.com | martineclair.com

100 Jahre Bauhaus: Möbel-Ikonen

Bekannt für ihre stringenten und funktionalen Arbeiten, haben Meister und Studenten/Studentinnen des Bauhauses Möbel gefertigt, welche heute noch genau so aktuell sind wie damals und uns immer wieder begegnen. Der Wassily Chair B3 des ungarischen Architekten und Möbeldesigner Marcel Breuer enstand in den Jahren 1925/26, inspiriert durch ein Fahrradgestell. Der Name war eine Hommage an den russischen Maler und Bauhaus-Lehrer Wassily Kandinski, welcher den Entwurf Breuers sehr lobte. Vielleicht etwas vergessen, doch nicht minder interessant ist das Garderobenmöbel auf Rollen des ungarischen Designers Josef Pohl, hergestellt aus einfachem Sperrholz. Die Garderobe ist äusserst platzsparend und einfach zu transportieren. Eine Ikone aus dieser Zeit ist auch die Tischleuchte MT8 von Wilhelm Wagenfeld und Jakob Jucker. Aus einfachen geometrischen Formen und traditionellen Materialien gefertigt, steht sie unverändert für Qualität und Ästhetik. Ludwig Mies van der Rohe und seine Architektur und Möbel sind Ausdruck ihrer Zeit und der Beweis dafür, dass gutes Bauhaus-Design unveränderte Gültigkeit besitzt. Bestes Beispiel dafür ist der Barcelona Chair, der 1929 in Zusammenarbeit mit der Architektin Lili Reich entstanden ist. (Credits dezeen)

knoll-int.com | tecnolumen.de 

Neuheiten unserer Aussteller

Die Aussteller und Signature Labels bei «neue räume 19» präsentieren einige interessante Neuheiten. Stefan Knopp von «by Nature and Knopp» zeigt archaische Beistelltische, gefertigt aus dicken Holzscheiben. Der Entwurf erinnert an Arbeiten Le Corbusiers und stellt einen spannenden Gegensatz zu den idustriell hergestellten Wohnmöbeln dar. Mit Parachilna hat die Ausstellung einen ausserordentlich attraktiven Hersteller gewinnen können. Die Leuchten sind fragil und ungewöhnlich, passen in jedes Interieur und verführen durch kühle Sinnlichkeit. Neu ist auch die Pendelleuchte OE Quasi Light von Olafur Eliasson für Louis Poulsen. Der dänisch-isländische Künstler hat hier sein grosses Interesse für Geometrie und Licht vereint. Eine absolute Neuheit sind die beschreibbaren, magnetischen Glasflächen von Chatboard. (Credits zVg)

stefanknopp.com | parachilna.eu | louispoulsen.com | chatboard.dk

Portrait Anca Munteanu Rimnic

Von hinten durch die Brust ins Auge. Das ist bei Anca Munteanu Rimnic keine Redensart, sonder es beschreibt die Wirkung ihrer Arbeiten. Ihr Werkzeug ist die Irritation, die sie mal wie Abbruchwerkzeug benutzt und mal wie ein Skalpell. Egal in welchem Medium, ob Skulptur oder Video, Performance, Installation oder Fotografie - fast immer wird dem Betrachter eine Situation präsentiert, die zufällig wirkt oder gar willkürlich. Erst beim genauen Hinsehen oder Hinhören fällt auf, dass irgendetwas nicht stimmt, dass noch mehr da ist, als sich im ersten Moment aufdrängt. Mit einer an Hinterlist grenzenden Schlitzohrigkeit packt uns Munteanu Rimnic bei unseren Sehgewohnheiten, den Klischees und Ressentiments, mit denen wir uns das Leben vereinfachen. Dann fühlen wir uns ertappt, müssen über uns selbst lachen, im besten Fall beginnen wir dann, uns selbst und unsere Umwelt zu hinterfragen. Im Rahmen von «neue räume 19» sind Arbeiten wie Fotos, Skulpturen und Videos zu sehen. (Credits & Auszug Pressetext Anca Munteanu Rimnic)

ancamunteanurimnic.com

moderne Klassiker - Beton

Beton hat im 20. Jahrhundert die Architektur revolutioniert. Ohne dessen plastische und dynamische Eigenschaften hätten sich die Bauten der Moderne nicht realisieren lassen. Als eines der ersten Beton.Bauwerke gilt der 1921 fertig gestellete Einsteinturm in Potsdam von Erich Mendelsohn. Seine Blütezeit erlebte das Material in der Nachkriegszeit. Doch es dauerte, bis dessen Formbarkeit auch für die Möbelherstellung entdeckt wurde. Willy Guhl entwarf den Strandstuhl «Loop» 1954 aus gebogenem Faserzement und schuf damit einen Klassiker des Schweizer Möbeldesigns. Er wird heute immer noch, seit 1999 in leicht überarbeiteter Form, von der Firma Eternit hergestellt. Stefan Zwicky, der Begründer und Kurator von «neue räume» sorgte mit seinem Betonstuhl «grand confort, sans confort - Dommage à Corbu», einer Betonversion des berühmten Sessels LC2, für Aufmerksamkeit. Einzelstücke der numerierten Auflage sind mittlerweile auf internationalen Auktionen zu ersteigern. dade design schafft Beton-Unikate für Individualisten, puristisch und handmade. Ihre ästhetischen Produkte finden sich in den Bereichen Bad, Küchem Wohnraum und Outdoor. Auch wenn die Möbel zunächst identisch aussehen, gleicht keines der Stücke einem anderen, denn der individuelle Guss lässt keine Duplikate zu. Dass Beton sich auf für kleine Formate eignet, beweist die Tischleuchte JWDA von Menu, ein Entwurf des Stockholmer Designers Jonas Wagell. (Credits eternit, sz, dade-design, menu)

eternit.chstefanzwicky.ch | dade-design.com | menu.as

Architektur für alle - unter diesem Thema sind im Rahmen der vierten Edition von «Open House Zürich» interessante Gebäude und Interieurs zu besichtigen. Am 28. und 29. September werden sonst verschlossene Türen geöffnet, um herausragende Architektur aus verschiedenen Epochen einem interessierten Publikum zugängllich zu machen. Mit dabei sind unter anderem die Werkbausiedlung Neubühl und das Atelierhaus von Ernst Gisel. Neu in der Aeschbachhalle präsentiert sich «in & out» , die Trendmesse für Schweizer Design. Sie findet vom 25. bis 27. Oktober in Aarau statt. Vom 31. Oktober bis zum 3. November präsentiert in Winterthur die «Designgut» nachhaltiges Design. Im Casino-Theater und im Gewerbemuseum sind Produkte aus den Bereichen Mode, Accessoires, Keramik, Schmuck und Möbel zu sehen und zu kaufen.   Wer sich für die verschiedensten Facetten des Designs interessiert, ist in der Ausstellung «collection highlights» des Museums für Gestaltung richtig. Während rund 150 Jahren hat das Museum eine Sammlung aufgebaut, die heute über eine halbe Million Objekte aus den Bereichen Kunstgewerbe, Grafik, Plakat, Textil, Möbel- und Produktdesign vereint. Ein Teil davon wird an der Ausstellungsstrasse gezeigt.   (Credits openhouse, designgut, in& out, museum für gestaltung)

openhouse-zuerich.org | designgut.ch | in-out-design.ch | museum-gestaltung.ch

LIEBLINGSORTE  IM  SEPTEMBER 

Die zauberhafte Landschaft, die gepflegte Küche und die eigenen Weine sind gute Voraussetzunge für ein entspanntes Wochenende im nahen Schwarzwald. Eine Oase der Ruhe ist das Hotel Öschberghof in Donaueschingen. Als ästhetisch-funktionale Antwort auf den Standort zitiert der Entwurf der Architekten Allmann Sattler Wappner den Archetypus des charakteristischen Schwarzwaldgehöfts aus einzelnen und in Gruppen stehenden Satteldachhäusern. Entstanden ist ein Hotel mit gradliniger Architektursprache und reduzierten Details. Intelligenter Luxus für Grossstadtmüde - so wird das neue Hotel Fritz in Lauterbad beschrieben. Gelegen zwischen Tal und Wald, zog das ehemalige Hotel Zollernblick seit seiner Entstehung zahlreiche Gäste an, welche sich dort gerne verwöhnen liessen. Der neue Besitzer baute um und an, liess den denkmalgeschützten Altbau stehen und plante mit dem Architekturbüro archis aus Karlsruhe einen anspruchsvollen Neubau. Die in der nahem Umgebung beheimatete Firma Rolf Benz stattete in Zusammenarbeit mit Besitzer und Architekten das ganze Hotel mit seinen Möbeln aus.  Der Architekt und Designer Piero Lissoni gestaltete das Hotel Roomers in Baden-Baden vom Gesamtkonzept über die Fassaden bis zum Interior Design und den Gartenanlagen. Luxus, Kultur und Natur sind die Grundlagen für das 5 Sterne Haus - sophisticated understatement. (Credits brigida gonzalez, fritz, noshe gekko group )

oeschberghof.com | fritz-lauterbad.de | roomers-badenbaden.com

Gabriela Walther und Margareth Bucher-Tran zeichnen für Gabriela W. und yawen. Sie verkaufen ausgewählte Produkte, Objekte und Kollektionen: Leuchten, Schmuck, Mode, Weine, feines Textiles, Porzellan, Hüte, Stickerei sowie Tee, Kalligraphie und Kurse. Ihr Concept Store beim Schweizerhof Luzern steht für das Besondere, wie z. B. die speziellen Leuchten von DIT_T_O  von Felice Dittli oder die Porzellanobjekte des Keramikers Andreas Steinemann. In Basel zeigen Alexa Früh und Bettina Ginsberg ihren Concept-Store «Grimsel» Möbel und Accessoires bekannter Labels, Kleinserien und ausgewählte Einzelstücke. Daneben entwerfen sie ihre eigene Kollektion und beraten die Kunden in Einrichtungs- und Farbgebungsfragen. Hier ist auch der Stuhl «Curv» von Jörg Boner für Stattmann erhältlich. Ebenfalls in Basel befindet sich Hejkoh, mit Concept Store, Boutique und Atelier. Die Produkte wie nordische Designer Stühle, aber auch Accessoires und Leuchten sind im Gebrauch und werden nicht wie in einem herkömmlichen Geschäft ausgestellt.  Die Boutique Opia an der Zürcheer Lagerstrasse bietet ein Sortiment an, welches Modeherzen höher schlagen lässt, darunter die angesagten Lederkreationen von Yvy. Zusätzlich sind ausgesuchte Duftkerzen, Beautyprodukte und Tableware zu kaufen. (Credits gabrielaw, annette fischer grimsel, hejkoh, opia) 

gabrielaw.chgrimsel.net | hejkoh.ch |  opia.ch

letzte Gelegenheiten und ein wilder Tipp

 

Es gibt Gelegenheiten, die kommen nicht wieder. Deshalb ist ein Besuch des weltberühmten «Fäviken Magasinet» in Nordschweden ein Must, wenn man denn dort ist. Denn der begabte und innovative, mit zwei Michelin Sternen gekürte Magnus Nilsson schliesst sein Restaurant am 14. Dezember und wird sich vorerst einmal um seine Apfelplantage kümmern. Uns bleiben seine Kochbücher und ein Einblick in seine Arbeit mit der Serie «Chef's Table» bei Netflix. Auch in Zürich steht ein noch unbekannter Wechsel an. Beat Caduff, erfolgreicher Koch mit 16 Gault Millau Punkten, schliesst nach 25 Jahren sein Wine-Loft ebenfalls Ende dieses Jahres. Es verbleiben also noch einige Wochen, um seine Klassiker wie die Wildgerichte mit Fleisch aus eigener Jagd oder die schmackhaften Terrinen zu geniessen und dazu ein Glas Wein aus dem reichhaltigen Angebot zu bestellen. Als eine der besten Wildbeizen der Schweiz gilt das Gasthaus «Im Feld» in Gurtnellen. Dort kocht Beat Walker - 16 Punkte - wild und lustvoll. Er mischt Aussergewöhnliches mit Traditionellem. Es gibt Gemspfeffer, Hirschragout und Hirschbratwurst und dazu die legendären Spätzli namens Banzogglä. (Credits gault millau, fäviken, wineloft, im feld)

favikenmagasinet.se | wineloft.ch | feld.ch

Konzept und Aussteller der 10. Edition von «neue räume» stehen fest, die Sonderschauen und Abendveranstaltungen sind in Vorbereitung. Demnächst wird unser Programm-Magazin publiziert. Ab Ende September sind alle Informationen auf der Homepage neueraeume.ch aufgeschaltet. Über Eure Ideen und Anregungen freuen wir uns wie immer auf news@neueraeume.ch. Zum Abschuss folgt auch dieses Mal ein Rezept zum Nachkochen und Ausprobieren, die Tarte aux Myrtilles meringuée.

last but not least:  4 Eiweiss steif schlagen, 100g Kristallzucker und 100g fein gemahlene Mandeln dazugeben. Zur Seite stellen. Für den Teig 250g Mehl, 100g Puderzucker, 100g weiche Butter, 1 Ei, 5g Trockenhefe, ein Prise Salz mit 3.5cl Wasser zu einem geschmeidigen Teig verarveiten. Eine halbe Stunde kühl stellen. Den Teig auswallen und eine Backform damit auslegen, mit einem Rand von ca. 2.5cm. Konfitüre (Heidelbeeren, Preiselbeeren...) auf den Boden geben und 1 kg Heidelbeeren darauf verteilen. Mit der Meringue-Masse bedecken und ca. 45 Minuten bei 200 Grad backen. Mit Puderzucker bestreuen.  ( Rezept aus «à table dans les Alpes») 

judith raeber für neue räume 19